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Etosha-Nationalpark für Selbstfahrer und professionell geführt – Infos, Unterkünfte, Tipps und Tricks

23 Tausend Quadratkilometer voller Tiere, Tausend Kilometer Wege, ca. 50 Unterkünfte zur Auswahl:
Ein Höhepunkt fast jeder Namibia-Reise sind die Safari-Fahrten im Etosha-Nationalpark, egal ob im eigenen Mietwagen oder professionell geführt.


Alle Infos finden Sie hier:

Unterschiedliche Landschaften und Tiere – Etosha’s Westen, Süden und Osten

Elefantenherde im grünen Etosha-Park in der Regensaison
Highlight jeder Selbstfahrer-Safari: Elefanten im Etosha-Nationalpark

Der Etosha bietet im Westen, Süden und Osten je nach Saison unterschiedliche Landschaften und daher etwas unterschiedliche Tiersichtungen.

Tierwelt, Landschaften und Jahreszeiten im Westen, Süden und Osten Etoshas – Mehr erfahren

Im Westen dominieren Hügelland und weite Grassavannen. Entsprechend fühlen sich hier einige spezielle Antilopenarten wie Hardebeest, Gnu und Bergzebras am wohlsten. In der Regenzeit sieht man die Antilopen eher konzentrierter in größeren Herden samt Jungtieren. Sie bleiben aber etwas besser hinter grünem Laub und Grass versteckt,

Im Süden domieren Strauchsavanne, niedrige Mopane-Bäume und natürlich der Zugang zur berühmten riesigen Etosha-Pfanne aus gleissend weißem Salz und Lehm. In dieser Umgebung hat man etwas mehr Chance auf die seltenen Spitzmaulnashörner und Leoparden. Alle Tiere sind ganzjährig vorhanden, jedoch in der Regenzeit stärker verteilt und besser im Laub und Gras versteckt, während sie in der Trockenzeit regelmäßig die wenigen Wasserlöcher besuchen müssen.

Im Osten wiederum dominieren flache Graslandschaften mit etwas anderen Mineralien in den Böden und etwas höheren Niederschlägen und Grundwasser. Das bietet Lebensraum für kleinere Antilopen und damit auch mehr Lebensraum und Chance auf die Sichtung von Geparden. Auch diese sind in der Regensaison noch besser versteckt und schwerer zu entdecken als in der Trockenzeit. Der Osten ist außerdem in der Regensaison das Brutgebiet für zahlreiche Vogelarten, wenn die Ausläufer der berühmten riesigen Etosha-Salzlehmpfanne unter Wasser stehen.

Überall im Etosha haben Sie unserer Erfahrung nach gute und etwa ähnliche Chancen auf Sichtung von Elefanten, Löwen, Steppenzebras, Impalas, Oryx und Giraffen, am konzentriertesten und zuverlässigsten ab etwa Juni bis inklusive Oktober rund um die Wasserlöcher und in den anderen Monaten eher verteilt und damit etwas schwerer zu entdecken.


Nirgendwo im Etosha finden Sie übrigens Büffel, Nilpferde oder Krokodile.

Nilpferde im Okavango River
Nilpferde beim Baden im Okavango River.

Ohne die Kap-Büffel bietet der Etosha Ihnen also vier der Big5. Verschiedene Angebote im Internet versprechen Ihnen die Etosha-Big5-Safari. Sie wissen dann also schon, dass Sie da niemanden mit Namibia-Expertise vor sich haben.

Noch mehr Hintergrund-Wissen zum Etosha-Nationalpark

Der Etosha-Park hat mit rund 23.000 Quadratkilometern etwa die halbe Größe der kompletten Schweiz oder Niedersachsens, bzw. bedeckt mehr als die Hälfte von Baden-Württemberg oder Nordrhein-Westfalen oder ist etwa so groß wie die deutschen Bundesländer Hessen oder Rheinland-Pfalz oder Sachsen oder Sachsen-Anhalt.

Das sind also riesige Gebiete, in denen die Tiere sich völlig frei und ungestört in Ihrem natürlichen Lebensraum bewegen können. Trotz langer Fahrten haben Sie daher keine Garantie alle Tiere zu sehen.

Die riesigen Salz-Lehm-Pfannen des Etosha-Parks waren für lange Zeit riesige flache Seen, bevor tektonische Erdplattenbewegungen vor einigen Tausenden Jahren den Wasserabfluss veränderten und damit den Lauf der großen Flüsse Namibias umlenkten.

Heute ist der Boden dieser Pfannen zwar zu salzig um Vegetation zu erlauben. Gleichzeitig enthält der Boden dadurch jedoch die nötigen Salze und Mineralien, welche Etosha’s Tieren gesundes Wachstum und Überleben erlauben oder einfacher machen. Je nach Region und Wasserloch herrschen leicht unterschiedliche Mineralien vor, was teilweise erklärt, warum verschiedene Tiere verschiedene Wasserlöcher bevorzugen oder im Laufe des Jahres je nach Vegetation und Niederschlägen im Wechsel an verschiedenen Wasserlöchern anzutreffen sind.

Im Norden ist der Nationalpark großteils unumzäunt und grenzt an die Wohn- und Weidegebiete des Ovambo-Volkes an. Der Schutz des Nationalparks, sowie die Vegetation als Nahrungsgrundlage sind die Gründe, welche die meisten Tiere im Nationalpark halten.

Im Osten und Süden ist der Nationalpark traditionell abgezäunt und bildet gleichzeitig die „Red Line“, den Veterinärzaun als Grenze zwischen kontrolliertem und unkontrolliertem Weideland, welches den Farmen im Süden den internationalen Export des Fleisches ermöglicht, den Farmern im Norden und Westen aber nicht. Inzwischen haben sich hier jedoch mehrere Wildreservate angesiedelt und man lässt die Zäune Stück für Stück verfallen um den Tieren noch mehr Platz zu geben.

Im Westen grenzt der Etosha an dünn besiedelte kommunale Hegegebiete. Auch hier besteht zwar eigentlich eine Umzäunung, die aber an vielen Stellen fehlt oder durchlässig ist. Besonders Löwen und Elefanten wandern hier in und aus dem Park.

Bei einer gemeinsamen Reiseplanung erzählen wir Ihnen gerne noch ein paar Geschichten rund um Etosha und den Rest des Landes.

Wer lieber alleine plant, der findet hier noch ein paar zusätzliche Infos: Wikipedia Link zum Etosha-Nationalpark

Routenplanung für Selbstfahrer – mit und im Etosha

Skizze Namibia und Botswana mit den Reiseregionen und möglichen Reiserouten
Wie sich der Etosha-Nationalpark ideal in Ihre gesamte Reiseroute einpassen lässt, finden Sie in unserer Übersicht der Reiseregionen und Reiserouten.
Straßen, Wasserlöcher, Tages-Strecken im Etosha – Mehr erfahren

Innerhalb des Nationalparks sind Straßen und Wasserlöcher von West nach Ost sehr gut ausgebaut. Die Beschilderung ist aber leider unzureichend. Selbstfahrern empfehlen wir deshalb auf alle Fälle eine gute Straßenkarte mit Beschreibung der verschiedenen Wasserlöcher, Tierwelt und Landschaftsformen, z.B. in unserer Namibia-Packliste.

Wir raten immer zu einem komfortablen Allradfahrzeug mit höherer Bodenfreiheit. Sie fahren wesentlich komfortabler über die unbefestigten Straßen und sitzen höher, haben also einen besseren Blick in die Weite und auf die Tiere. (mehr über die Mietwagenmöglichkeiten in Namibia erfahren)

Bedenken Sie bei der Tagesplanung die niedrige Geschwindigkeit im Park. Die theoretisch erlaubte Höchstgeschwindigkeit ist zwar 60km/h. Durch die dichte Vegetation am Wegesrand mit ständiger Gefahr von Wildwechseln und abgelenkt durch Ihre Pirsch links und rechts der Straße sind Sie mit 60km/h jedoch in den meisten Fällen schon grob fahrlässig und rücksichtlos unterwegs. Wildunfälle im Etosha werden streng geahndet bis hin zum Landesverweis.

Realistisch 30km/h – An einem Tag niemals von West nach Ost! Unserer Erfahrung nach empfiehlt sich für Ihre Planung ein Ansatz von rund 30km/h innerhalb des Parks. Zusätzlich kommen jedoch, falls gewünscht, die Aufenthalte an den Wasserlöchern. Deshalb bietet sich als Tagesstrecke immer nur der Weg von Westen nach Süden oder von Süden nach Osten oder umgekehrt an aber niemals die kompletten rund 300 km Durchfahrt vom Namutoni- bis zum Galton-Gate. Starten Sie für eine entspannte, sichere Fahrt durch den halben Park auch immer bereits am Vormittag.

Routenplanung im Charter-Flieger oder Flug-Shuttle

Grand Caravan Buschflieger auf einem unbefestigten Abstellplatz in Namibia

Der Etosha-Nationalpark lässt sich als mehrtägiger Reisebaustein oder als komplette Flugsafari, sowohl im Privatcharter, als auch in den etwas preisgünstigeren Flug-Shuttles einbinden.

Flugmöglichkeiten am Etosha – Mehr erfahren

Innerhalb des Nationalparks sind Straßen und Wasserlöcher von West nach Ost sehr gut ausgebaut. Die Beschilderung ist aber leider unzureichend. Selbstfahrern empfehlen wir deshalb auf alle Fälle eine gute Straßenkarte mit Beschreibung der verschiedenen Wasserlöcher, Tierwelt und Landschaftsformen, z.B. in unserer Namibia-Packliste.

Wir raten immer zu einem komfortablen Allradfahrzeug mit höherer Bodenfreiheit. Sie fahren wesentlich komfortabler über die unbefestigten Straßen und sitzen höher, haben also einen besseren Blick in die Weite und auf die Tiere. (mehr über die Mietwagenmöglichkeiten in Namibia erfahren)

Bedenken Sie bei der Tagesplanung die niedrige Geschwindigkeit im Park. Die theoretisch erlaubte Höchstgeschwindigkeit ist zwar 60km/h. Durch die dichte Vegetation am Wegesrand mit ständiger Gefahr von Wildwechseln und abgelenkt durch Ihre Pirsch links und rechts der Straße sind Sie mit 60km/h jedoch in den meisten Fällen schon grob fahrlässig und rücksichtlos unterwegs. Wildunfälle im Etosha werden streng geahndet bis hin zum Landesverweis.

Realistisch 30km/h – An einem Tag niemals von West nach Ost! Unserer Erfahrung nach empfiehlt sich für Ihre Planung ein Ansatz von rund 30km/h innerhalb des Parks. Zusätzlich kommen jedoch, falls gewünscht, die Aufenthalte an den Wasserlöchern. Deshalb bietet sich als Tagesstrecke immer nur der Weg von Westen nach Süden oder von Süden nach Osten oder umgekehrt an aber niemals die kompletten rund 300 km Durchfahrt vom Namutoni- bis zum Galton-Gate. Starten Sie für eine entspannte, sichere Fahrt durch den halben Park auch immer bereits am Vormittag.

Lodges, Wildreservate und Campingplätze im und um den Etosha-Nationalpark

Eldorado-BB_Panorama-Leopard
Leopard des Eldorado Lodge & Camping am Südeingang des Etosha-Parks

Zahlreiche Lodges, Wildreservate, Safarizelte und Campingplätze stehen in allen Regionen des Parks und in der Nähe der 4 Eingangstore zur Verfügung:
Der Etosha ist eines der beiden „Nadelöhre“ Namibia, wo beliebte Unterkünfte sehr frühzeitig ausgebucht sind oder erst im Glücksfall nach Stornos wieder ganz kurzfristig verfügbar werden. (gemeinsam mit dem Sossusvlei)

Lodges, Gästefarmen, Campingplätze – in und um Etosha

Im Etosha-Nationalpark befinden sich aktuell nur staatliche Unterkünfte des Betreibers NWR – Namibia Wildlife Resorts. https://www.nwr.com.na/etosha-national-park/

Achtung: Die Webseite EtoshaNationalParkOrg taucht bei Suchen sehr schnell auf, ist aber keinerlei offizielle Webseite. Es handelt sich um eine Trittbrettfahrer-Seite mit entsprechender Unsicherheit bei Buchungen.

Die Qualität der staatlichen Unterkünfte ist leider mangelhaft. Im Kern handelt es sich um sehr große Mittelklasse- bis gehobene Unterkünfte und einfache, sehr große Campingplätze, die nachlässig gepflegt und notdürftig in Stand gehalten und meist mit mäßiger Freundlichkeit und Professionalität etwas gelangweilt und bedächtig bedient werden.

Speziell im Vergleich zu den vielen sehr guten privaten Lodges und Gästefarmen im Rest Namibias werden die staatlichen Unterkünfte häufig als mit Abstand die schlechtesten empfunden und rufen entsprechend viel Kritik und schlechte Internetbewertungen hervor.

Dem entgegen steht die grandiose Lage und deren Vorteile. Nur bei der Übernachtung im Park können Sie abends das bunte Treiben an den rege besuchten Wasserlöchern beobachten. Löwen, Nashörner, Hyänen, Elefanten, Giraffen, Antilopen… Speziell in der Trockenzeit finden Sie diese Tiervielfalt so zuverlässig nur an ganz wenigen anderen Stellen des Landes und nur zu deutlich höheren Preisen. Nur bei Übernachtung im Park können Sie an Dämmerungs- und Nacht-Safaris teilnehmen.

Wer also mit begrenztem Budget reist und bei der Unterkunftsauswahl beide Augen zudrücken kann, dem empfehlen wir durchaus gern die staatlichen Unterkünfte zugunsten der perfekten Lage. Wir selbst übernachten häufig hier und inkludieren diese auf Wunsch auch in unsere Reiseangebote, aber wir lehnen nach unserer expliziten Vorab-Warnung natürlich Entschädigungen bei Unzufriedenheit mit Service oder Infrastruktur ab. Selbstbucher buchen direkt bei NWR.

Wer mit entspannterem Budget reist, dem empfehlen wir im Osten, Süden und Südwesten die angrenzenden privaten Wildreservate. Gleiche Tiervielfalt wie im Etosha, deutlich professionellere Guides, flexiblere Safari-Möglichkeiten auch nachts und abseits der Wege, hervorragende Lodges und Gastfreundschaft und eine sehr beschränkte Anzahl an Gästen in den riesigen Geländen garantiert sehr hochwertige, entspannte Safari-Erlebnisse. Die Tiere haben Zugang zum Park und erobern auf diese Weise Ihre alten Migrationsrouten langsam zurück.

Sehr gern integrieren wir diese Wildreservate passgenau in Ihren Reiseplan oder buchen diese ohne Aufpreis für Sie.
Bei Selbstbuchern freuen wir uns über die Buchung über unseren Partnerlink bei BookingCom. Das ermöglicht unsere kostenfreie Webseite und Tipps.

Wer trotz begrenztem Budget gute Unterkunfts-Qualität wünscht, dem bieten sich viele private Wildfarmen und Wild-Lodges im Umkreis des Parks. Hier gibt es in allen Komfortstufen und Preisklassen von Camping über einfache Unterkünfte bis zu luxuriösen Unterkünften ein schönes Angebot. Besonders wichtig ist hier die frühzeitige Reservation, ganz besonders in den Spitzen-Monaten Juli, August und Oktober. Streng abgezäunt trifft man hier zwar nicht auf die gesamte Tierwelt, vor allem nicht auf Elefanten, meistens aber auf einige Tiere, häufig Antilopen, teils frei laufende Nashörner und teils Löwen, Geparden, Hyänen oder Leoparden in Freigehegen, z.B. Etosha Oberland mit Nashörnern oder Etosha Safari Lodge mit zahlreichen Antilopen oder Eldorado mit den Freilaufgehegen.

Wir besuchen und testen jedes Jahr zahlreiche Unterkünfte in und um den Etosha. Bei der Reisebuchung über uns inkludieren wir die verschiedensten Unterkünfte daher ganz individuell und zielgerichtet nach Ihren Wünschen und lassen unsere Geheimtipps einfließen. Allen Camper- und Mietwagen-Kunden stehen wir hier ebenfalls gern mit Tipps zur Verfügung.

Wer alles selbst plant und bucht, findet viele Empfehlungen beim Stöbern in unseren Infos und Tipps für Selbstfahrer, unseren Reiserouten und Tipps zu Reiseregionen und Unterkünften. Ein paar Geheimtipps und Vorteile bleiben natürlich unseren Kunden vorbehalten.

Einfahrt und Eintritt in den Etosha-Nationalpark – Gebühren, Prozedere und Aufenthaltsregeln

Es gibt keine Tageslimiten für Besucher. Sie können also ohne Vorreservation jederzeit einfach am Tor auftauchen. Allerdings lässt man Sie nur noch herein, wenn Ihr Tagesziel realistisch erreichbar ist.

Tankstellen finden Sie entweder in Kamanjab, jeweils in einiger Entfernung zu den Toren des Etosha

Eintrittspreise, Einfahrtsregeln und Kontrollen im Etosha-Park – Mehr erfahren

Bei Einfahrt in den Park benötigen Sie als Fahrer Ihren Reisepass. Sie erhalten für Ihr Fahrzeug und alle Insassen die Regeln für den Besuch des Nationalparks und das Permit, für welches Sie bei der Zahlung eine Quittung erhalten. Beides – Permit und Quittung müssen Sie später bei der Ausfahrt vorzeigen!

Bei Einfahrt werden Sie auf Waffen, Drohnen und Einweg-Plastiktüten kontrolliert. Waffen oder Drohnen müssen am Einfahrtstor abgegeben werden. Sie erhalten einen Lagerschein und können die Drohne bei Ausfahrt wieder in Empfang nehmen. Einweg-Plastiktüten werden entsorgt.

Sie zahlen den Eintrittspreis je nach Einfahrtstor gleich direkt am Tor oder an der nächstgelegenen Lodge-Rezeption:

  • im Süden im Okaukuejo-Camp (statt am Anderson Gate)
  • im Osten im Namutoni-Camp (statt am Namutoni-Gate)
  • im Westen direkt am Galton-Gate
  • im Norden direkt am Nehale-Gate

Die Eintrittsgebühren sind sehr niedrig im afrikanischen Vergleich. Stand September 2026 zahlen Sie rund 15 Euro pro Tag und Person inklusive Fahrzeug.

  • Tageseintritte ohne Übernachtung gelten übrigens von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang.
  • Tageseintritte mit Übernachtung gelten je nach Anzahl Tage jeweils x mal 24 Stunden.

Im Park unterwegs beachten Sie bitte vor allem das strenge Aussteigeverbot und „Raushängverbot“. Außerhalb der Camps oder Rastplätze dürfen Sie das Fahrzeug nicht verlassen, nicht aufs Dach klettern und sich auch nicht halb aus dem Fenster geklettert ins Fenster setzen. Die Ausnahme sind Hubfenster in entsprechend speziellen Safarifahrzeugen.

Bei Wildunfällen im Park muss in jedem Falle die Polizei und Nationalparkverwaltung informiert und ein Unfallbericht erstellt werden.

Bei Ausfahrt aus dem Park werden Sie wiederum kontrolliert. Am Südtor und Osttor dürfen Sie kein Frischfleisch ausführen. Darunter fallen auch Trockenfleisch und Trockenwurst. Selbst eingeschweißt und mit Kaufbeleg wird man Ihnen diese Fleischwaren abnehmen. Sollte ein Park-Ranger oder Guide Sie während des Aufenthalts gemeldet haben, weil Sie gegen die Parkregeln verstoßen haben (siehe oben) , so erhalten Sie bei Ausfahrt das entsprechende Bußgeld bzw. je nach Schwere den Strafbescheid.

Selbstfahrer-Safari oder geführte Safari im Etosha – Am besten beides

Durch den sehr guten Ausbau lässt sich der Park sowohl mit professionellen Guides als auch allein im eigenen Mietwagen besuchen. Wir empfehlen auf Ihrer Reise immer beides, weil sich Vor- und Nachteile sehr gut ergänzen.

Etosha als Selbstfahrer und auch professionell geführt – Mehr erfahren zur idealen Kombination

Als Selbstfahrer dürfen Sie ab Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang im Park unterwegs sein.

Die Pirschfahrt im eigenen Mietwagen ermöglicht Ihren ganz eigenen Zeitplan. An interessanten Wasserlöchern oder bei Ihren Lieblingstieren können Sie beliebig lange beobachten. Häufig tauchen dann Tiere an Wasserlöchern auf, die eben noch verlassen waren. Oder Löwen werden nach langer Ruhepause plötzlich hellhörig, wenn Beutetiere sich nähern. In entspanntem Tempo und mit Wartezeit an den Wasserlöchern sehen Sie auf diese Weise häufig mehr, als wenn Sie den ganzen Tag von Wasserloch zu Wasserloch hetzen.

Die eigene Pirschfahrt haben Sie entlang Ihrer Reiseroute auf der Parkdurchfahrt von Westen nach Süden oder Osten. (Der Norden des Parks bleibt aktuell noch den Tieren als Rückzugsort vorbehalten.)

Vor Sonnenaufgang und nach Sonnenuntergang müssen Sie sich entweder für die Übernachtung in einem der staatlichen Camps und Resorts im Park befinden oder den Park bis zum nächsten Sonnenaufgang verlassen haben.


Nur falls Sie im Park übernachten, dürfen Sie an den professionell geführten Dämmerungs- und Nachtsafaris teilnehmen.

Das empfiehlt sich, weil die Raubtiere genau in dieser Dämmerungszeit und nachts am aktivsten sind. Und die Guides kennen die Gewohnheiten der Tiere, tauschen sich mit Kollegen über die letzten Sichtungen aus und erspähen Tiere, die Ihnen mit ungeübtem Auge sicher verborgen bleiben.

Diese 2- bis 3-stündigen Safaris buchen Sie entweder vorab oder bei Ankunft an der Rezeption der Camps. Auch während der Hochsaison sind relativ häufig Plätze auf den Ausfahrten verfügbar. Die Guides versuchen dann in der kurzen Zeit möglichst viele verschiedene Tiere zu finden und zu zeigen. Die Qualität und Motivation der staatsangestellten Guides und die Größe der verwendeten Fahrzeuge schwankt allerdings leider stark.


Professionell geführt durch Guides von außerhalb des Parks

Wer im Nationalpark entweder keinen Übernachtungsplatz gefunden hat oder aufgrund der zweifelhaften Qualität lieber außerhalb übernachtet hat, ist zwar wieder auf das Zeitfenster von Sonnenaufgang bis -untergang beschränkt, kann aber in diesem Zeitfenster trotzdem die Vorteile der professionell geführten Safari-Ausfahrten nutzen. Ihr Guide hat definitiv das deutlich geübtere Auge als Sie, kann spannende Geschichten erzählen und hat jede Menge Wissen und Erfahrung, welchen Tieren er sich ungestraft wie stark annähern kann. Diese Vorteile lohnen sich.

Von allen Lodges, Farmen und Camps rund um den Park werden je nach Unterkunft verschieden:

  • teils 2- bis 3-stündige Morgen-Ausfahrten ab Sonnenaufgang und Abend-Ausfahrten bis Sonnenuntergang angeboten,
  • teils ganztägige Ausfahrten mit entspannter Mittagspause im Park

Privat geführt – Tipp für jedermann, besonders empfohlen für Fotografen

Aus unserer Sicht lohnt sich im Etosha immer auch mal ein privater Guide, der das Beste aus beiden Welten bietet. Ihr privater Zeitplan, Ihre individuellen Wünsche gepaart mit scharfem Auge, Erfahrung, Wissen und Geschichten des Guides.

Ganz besonders die Geduld von Fotografen auf der Jagd nach dem perfekten Bild kollidieren auf den Gruppenausfahrten regelmäßig mit den Wünschen anderer Teilnehmer, die möglichst schnell, möglichst viele Orte mit der Chance auf möglichst viele Tiere sehen möchten.

Höherwertige Lodges bieten deshalb häufig privat geführte Ausfahrten, bei denen sich ein Guide nur für Sie komplett nach Ihren zeitlichen Wünschen und Erlebniswünschen richtet.

Unabhängig von Lodges bieten sogenannte „Hop-In-Guides“ die Möglichkeit einer preisgünstigen privat geführten Safari im eigenen Mietwagen. Diese Hop-In-Guides bieten sich übrigens auch bei Offroad-Ausfahrten in Wüste und Canyons rund um Swakopmund oder im Damaraland in den tiefsandigen Trockenflüssen der Wüstenelefanten an.

Ideale Aufenthaltsdauer im Etosha-Park

Einige Gäste möchten weiterfahren, sobald Sie einen kurzen Blick auf ihre Lieblingstiere erhaschen konnten. Andere Gäste könnten einzelnen Tieren tagelang zuschauen und aufs perfekte Foto warten.

Hier ein paar Erfahrungswerte, was sich bei unseren Reisegästen bewährt:

Tipps für die Wahl der Reisedauer im Etosha
  • Am Ankunftstag haben Sie häufig schon lange Strecken hinter sich und kommen häufig erst recht spät . Rechnen Sie diesen Tag vorsichtshalber nicht mehr als Erlebnistag im Etosha ein.
  • Die meisten unserer Gäste sind mit 3 Übernachtungen, in 1 oder 2 Regionen des Nationalparks ganz zufrieden. Tierfotografen empfehlen wir lieber etwas mehr Übernachtungen, z.B. je 2 Übernachtungen in allen 3 Regionen.
  • In der Trockenzeit Juni bis Oktober sehen Sie sehr schnell sehr viel. In der Regenzeit benötigen Sie eher etwas mehr Zeit und können das dann aber auch nur mit ausreichend Geduld genießen. Sie kennen Ihre Geduld und Frustrationstoleranz am besten, ob Sie in der Regenzeit dann lieber etwas länger bleiben oder umgekehrt lieber „Langeweile“ vermeiden und zügiger weiterreisen.
  • Falls Sie nach dem Etosha noch weiter in die Sambesi-Region reisen (früher Caprivi) liegt der Fokus dort auch wieder auf Safari. Entsprechend kann man den Etosha durchaus etwas kürzen.
  • Auch falls Sie den Etosha um Wildreservate ergänzen, kann man tendenziell den Aufenthalt im Nationalpark etwas kürzen.
  • Für die meisten Erwachsenen sind Etosha-Tage ein Highlight. Für viele Kinder wird es hingegen schnell langweilig. Für Familienreisen sind Gästefarmen oder Wildreservate mit garantierten schnellen Sichtungen häufig eine schöne Alternative.

Als Selbstfahrer auf Safari in weiteren Nationalparks, Wildreservaten und Wildfarmen Namibias

Zu Gast in Nationalparks, Wildreservaten und Wildfarmen – Mehr erfahren

Namibia ist zahlreich von Nationalparks und Wildschutzgebieten überdeckt, die jeweils ganz unterschiedliche Ökosysteme, Tierwelten und Landschaften schützen sollen. Hinzu kommen private Wildreservate, Wild-Farmen oder Lodges mit Wildtieren, die sich darauf spezialisiert haben, Ihnen entweder ganz spezielle oder möglichst viele verschiedene wilden Tiere Namibias zu präsentieren. Als Selbstfahrer in Namibia können Sie daher aus unzähligen Safari-Angeboten von preisgünstig bis hochexklusiv wählen.

Die Größe dieser Orte variiert von wenigen Quadratkilometern bis zu riesigen Gebieten. Sie sehen die Tiere dort mit wesentlich größerer Chance als in den Nationalparks und trotzdem meist in Ihrem natürlichen Lebensraum in der „Wildnis“. Teilweise können Sie im eigenen Auto oder sogar zu Fuß auf Safari gehen. Teilweise müssen Sie sich einer geführten Fahrt mit einem lokalen Guide anschließen.

Um den Etosha-Nationalpark herum finden sich zum Beispiel mehrere private Wildreservate und Conservancies, die eine durchlässige Grenze zum Etosha-Nationalpark bieten. So haben die Tiere noch mehr Migrationsmöglichkeiten als alleine durch den Nationalpark.

Je nach Ort und Philosophie der Betreiber sind die Tiere komplett wild oder relativ zahm durch regelmäßige Fütterung. So bieten einzelne Unterkünfte die Möglichkeit Nashörner, Geparden, Giraffen oder Hyänen zu streicheln oder sehr nah an Elefanten, Flusspferde und viele andere sonst scheue Tiere zu kommen. Das ist speziell für Kinder natürlich großartig.

Hunderte Unterkünfte in den Nationalparks, in privaten Wildreservaten, Farmen, Lodges und Campingplätzen stehen Ihnen für Ihre Selbstfahrer-Safari in Namibia zur Verfügung. Wir testen und bewerten jedes Jahr rund 100 Unterkünfte in Namibia mit eigenen Augen.

Bei der Reisebuchung über uns inkludieren wir die verschiedensten Unterkünfte daher ganz individuell und zielgerichtet nach Ihren Wünschen und lassen unsere Geheimtipps einfließen. Und allen unseren Mietwagen-Kunden stehen wir hier ebenfalls gern mit Tipps zur Verfügung.

Wer alles selbst plant und bucht, findet viele Empfehlungen beim Stöbern in unseren Infos und Tipps für Selbstfahrer, unseren Reiserouten und Tipps zu Reiseregionen und Unterkünften. Ein paar Geheimtipps und Vorteile bleiben natürlich unseren Kunden vorbehalten.

Namibia – Als Selbstfahrer in der Wildnis

Mehr erfahren – Als Selbstfahrer durch Namibias Wildnisgebiete

Als Selbstfahrer offroad unterwegs in den riesigen Wildnisgebieten des Kaokoveldes, den Tiefen des Damaralandes, des Bwabwata oder Nakasa-Rupara-Parks empfehlen wir nur entweder professionell geführt oder sehr gut vorbereitet mit viel Namibia-Erfahrung im Gepäck. Diese Reisen haben Expeditionscharakter mit entsprechenden Risiken und führen Sie außerdem in höchst sensible und verletzliche Ökosysteme. Sie benötigen einen sehr zuverlässigen 4×4, gute Planung, hervorragende Ausrüstung und immer einen guten Plan als Sicherheitsnetz, falls etwas Unvorhergesehenes passiert.

In Namibia gibt es verschiedene gute Guides, mit denen Sie teils im eigenen Mietwagen, teils im Mietwagen des Guidesauf eine solche Safari in die Wildnis starten können. Sprechen Sie uns bei Interesse gern an und wir finden für Sie die passende Reise mit einem zuverlässigen, erfahrenen Partner vor Ort.

Wie auch immer Sie sich für Ihre Namibia-Reise entscheiden: Wir wünschen Ihnen wunderschöne Erlebnisse auf Ihrer privaten Namibia-Selbstfahrer-Safari!

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