Zebras am Wasserloch im Etoscha Nationalpark
Aktualisiert am 2. August 2018

Namibia-Selbstfahrer-Safari – Möglichkeiten, Tipps, Tricks

Ein Höhepunkt jeder Reise nach Namibia sind Safari-Pirschfahrten auf der Suche nach den Big-5 oder unzähligen anderen Wildtieren Namibias.

Als Selbstfahrer in Namibia können Sie aus unzähligen Safari-Angeboten von preisgünstig bis exklusiv und luxuriös wählen. Nationalparks, private Game Parks, Farmen und Lodges stehen Ihnen für Ihre Selbstfahrer-Safari in Namibia zur Verfügung.

Unter dem Begriff “Safari” wird in Namibia vieles vermarktet. Das beginnt bei der Pirschfahrt im eigenen Auto, geht über zweistündige geführte Safari-Ausfahrten auf Farmen und in Parks, über mehrtägige begleitete Safaris durch Namibias Wildnis bis hin zu den klassischen mehrwöchigen Selbstfahrertouren.

Wir geben Ihnen hier einen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten mit Tipps und Tricks für Ihre Tierbeobachtungen.

Namibia-Selbstfahrer-Safari z.B. im Etosha oder Kgalagadi-Transfrontier-Park

Chameleon-Safaris_elephants-at-Nebrownii-waterhole-Etosha-National-Park

Highlight jeder Selbstfahrer-Safari: Elefanten im Etosha-Nationalpark

Für fast alle Besucher Namibias ist die Selbstfahrer-Safari durch den berühmten Etosha-Nationalpark oder den Kgalagadi-Transfrontier-Park fester Bestandteil Ihrer Reiseplanung.

Wunderschöne Fotos und Videos zur Einstimmung auf Ihre Safari finden Sie z.B. auf der offiziellen Homepage des Etosha-Nationalparks.

Mehr erfahren:

Sowohl Etoscha als auch Kgalagadi sind riesige Gebiete in denen die Tiere sich völlig frei und ungestört in Ihrem natürlichen Lebensraum bewegen können. Der Etosha-Nationalpark ist zum Beispiel so groß wie die halbe Schweiz. Das bringt ein paar Punkte mit sich, die  man wissen sollte.

Große Teile beider Parks können Sie in der Trockenzeit zwar mit PKW besuchen, allerdings raten wir mindestens zu einem SUV. Sie fahren wesentlich komfortabler über die unbefestigten Straßen und sitzen höher, haben also einen besseren Blick in die Weite und auf die Tiere. In der Regenzeit ab etwa Oktober bis etwa Mai benötigen Sie mindestens den SUV und wir empfehlen einen größeren 4×4, z.B. den Toyota Hilux. (mehr über die Mietwagenmöglichkeiten in Namibia erfahren)

Den ganzen Safari-Tag verbringen Sie im Auto auf der Suche nach Tieren, die Sie noch nicht gesehen haben. Für die meisten Erwachsenen ist das ein Highlight, wenn wir nach Namibia reisen. Für viele Kinder ist es nach ein paar Tieren aber nur noch langweilig.

Falls Sie mit Kindern reisen, ist vielleicht einer der unten beschriebenen privaten Game-Parks eine bessere Alternative. Oder Sie gönnen Ihren Kindern einen „freien Tag“ in einer der vielen privaten Unterkünfte am Park, während Sie selbst auf Selbstfahrer-Safari gehen.

Trotz langer Fahrten haben Sie natürlich keinerlei Garantie alle Tiere oder die berühmten Big-5 zu sehen. Im Etosha-Nationalpark gibt es beispielsweise keine Flusspferde. Dafür müssten Sie weiter östlich am Kavango oder auf einer der privaten Wild-Farmen halt machen.

Eldorado-BB_Panorama-Leopard

Leopard des Eldorado Guesthouse & Camping am Südeingang des Etosha-Parks

Die scheuen Geparden und Leoparden bekommen Sie nur mit großem Glück zu Gesicht.
(Bei unserem Partner Eldorado Guesthouse & Camping direkt am Südeingang des Etoshaparks können Sie übrigens Geparden und Leoparden in einem großen Freigehege bei der Fütterung beobachten.)

Löwen und Nashörner sind etwas häufiger zu sehen, aber auch hier benötigen Sie etwas Glück und Geduld. Und für alle Tiere hängen Ihre Chancen stark von der Reisezeit ab.

Aufgrund der ausartenden Wilderei hat die namibische Regierung übrigens beschlossen, den meisten schwarzen Nashörnern in Namibia die Hörner zu entfernen. Auch dieses Bild Ihrer Selbstfahrer-Safari dürfte sich also in Zukunft leider ändern.

Unsere bisher schönsten Erlebnisse als Selbstfahrer auf Safari im Etosha hatten wir:

  1. zum Ende der Trockenzeit (September / Oktober), wenn Sie die meisten Tiere entlang der Wege im Park an den Wasserlöchern finden und
  2. zum Ende der Regenzeit (April / Mai) wenn Sie den Park in Blüte und Grüne erleben und riesige Herden von Springböcken, Kudus, Gnus und Impalas mit Ihren Jungtieren vorüber ziehen…

Übrigens: die vier genannten Monate liegen alle außerhalb der Hochsaison. In diesen Monaten können Sie etwas entspannter und günstiger durch Namibia reisen.

Die Camps in den Nationalparks und viele der Unterkünfte in der Nähe der Parks bieten auch mehrstündige geführte Ausfahrten mit geschulten Guides. Schon ab 25€ pro Person können Sie dann vom geschulten Auge und dem Fachwissen dieser Experten profitieren. Wir empfehlen Ihnen eine solche Fahrt besonders am Anfang Ihres Urlaubs. Mit etwas Vorwissen ist es spannender, wenn Sie später im eigenen Wagen als Selbstfahrer auf Safari gehen.

Der riesengroße Vorteil, wenn Sie eine Nationalpark-Safari als Selbstfahrer unternehmen, ist Ihre freie Zeiteinteilung. An interessanten Orten können Sie beliebig lang Tiere beobachten. Die geführten Ausfahrten sind dann schon längst weitergezogen, wenn “Ihrem” Löwen plötzlich ein Zebra vor die Augen kommt…

Ein letzter Tipp für Ihre Selbstfahrer-Safari in den Nationalparks: In den Parks können Sie nur zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang auf Selbstfahrer-Safari gehen. Die meisten Tiere sehen Sie ebenfalls in den kühleren Morgen- und Abendstunden. Wir empfehlen Ihnen daher immer schon zeitig zu starten, über den Mittag Ihre Unterkunft oder Ihr Camp zu beziehen, vielleicht den Swimming-Pool zu nutzen  und am Abend nochmals auf Selbstfahrer-Safari zu gehen. Wenn Sie einen Park auf einer mehrtägigen Safari durchqueren, dann empfehlen wir Ihnen den Start im Osten. So haben Sie in den Morgenstunden die Sonne im Rücken.

Safari für Selbstfahrer in privaten Game-Parks und auf Farmen

Überall in Namibia finden Sie  private Game-Parks,  Farmen oder Lodges, die sich darauf spezialisiert haben, Ihnen viele der wilden Tiere Namibias zu präsentieren. Die Größe dieser Orte variiert von wenigen Quadratkilometern bis zu riesigen Gebieten. Googeln Sie einfach mal nach Game-Park Namibia, Game Lodge Namibia oder Safari Lodge Namibia und Sie finden Dutzende Angebote.

Sie sehen die Tiere dort mit wesentlich größerer Chance als in den Nationalparks und meist in Ihrem natürlichen Lebensraum in der „Wildnis“. Teilweise können Sie im eigenen Auto oder sogar zu Fuß auf Safari gehen. Teilweise müssen Sie sich einer geführten Fahrt mit einem lokalen Guide anschließen.

Je nach Ort und Philosophie der Betreiber sind die Tiere komplett wild oder relativ zahm durch regelmäßige Fütterung. So bietet z.B. die (preiswerte) Omaruru Game Lodge die wohl einmalige Möglichkeit beim Abendessen Nashörner zu streicheln und sehr nah an Elefanten, Flusspferde und viele andere Tiere zu kommen. Das ist für Kinder natürlich großartig. Leider ist die Lodge ziemlich in die Tage gekommen und hätte eine Renovierung nötig…

Einen guten Ruf hat das Erindi Game Reserve, welches aber auch recht teuer ist. Nahe an Windhoek gelegen empfehlen wir Selbstfahrern gern einen Safari-Ausflug auf die deutschsprachige Düsternbrook-Gästefarm am Anfang oder Ende ihres Urlaubs.

Nilpferde im Okavango River

Nilpferde beim Baden im Okavango River.

Und wer bis an den Kavango reist, dem legen wir einen Besuch auf der deutschsprachigen Mahangu-Safari-Lodge ans Herz. Krokodile und Flusspferde gibt es beim Bootsausflug aus nächster Nähe. Und wer zufällig Botswana auf seinem Reiseprogramm hat, dem empfehlen wir definitiv einen Besuch in der Elephant Sands Lodge. Nirgendwo sonst kommen Sie so hautnah Auge in Auge an diese Giganten heran.

Namibia Selbstfahrer Safari in der namibischen Wildnis

Diese Variante der Selbstfahrer Safari ist nur  Namibia-Profis zu empfehlen. Sie benötigen einen 4×4, gute Planung, hervorragende Ausrüstung und immer einen guten Plan als Sicherheitsnetz, falls etwas Unvorhergesehenes auf Ihrer Safari passiert.

In Namibia gibt es viele kleine Veranstalter, bei denen Sie mit Ihrem eigenen Mietwagen und lokalen Führern auf eine solche Selbstfahrer-Safari in die Wildnis starten können. So bringt Sie z.B. African Pursuits durch den namibischen Norden und Coastways Safaris von Lüderitz nach Swakopmund durch die Namib.

Wie auch immer Sie sich für Ihre Namibia-Reise entscheiden: Wir wünschen Ihnen wunderschöne Erlebnisse auf Ihrer privaten Namibia-Selbstfahrer-Safari!

Namibia Favorites: Top-Service, faire Preise, sicher zur perfekten Reise

Namibia-Reisen vom Namibia-Spezialisten
Maßgeschneidert, bester Service und faire Preise

Namibias größte Highlights - 2 Wochen intensiv oder 3 Wochen entspannt

Zu Gast bei Elefanten, Löwen, Nashörnern und Geparden, zu Besuch an den höchsten Dünen der Welt, endlose Horizonte, schroffe Berge, tosende Atlantikküste und vieles mehr...

Chamäleon beim Essen bei Swakopmund


Namibia von Süden bis Norden oder Namibia & Botswana mit Okavango-Delta oder Victoria-Fällen - 3 Wochen intensiv oder 4 Wochen entspannt

Ab 3 Wochen Reisezeit können Sie auch abgelegenere Höhepunkte Namibias entdecken und sogar mit Botswana, Südafrika, Simbabwe oder Sambia kombinieren.

Elefant beim Okaukuejo Camp im Etoscha Nationalpark